Patientenvisite der Zukunft in AR

Wie könnte der berufliche Alltag mit Augmented Reality aussehen? Mit einer "Patientenvisite in AR" erhalten Medizinstudierende einen Einblick und werden interaktiv zum reflektierten Handeln motiviert.

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Patientenvisite mit Augmented Reality

Eckdaten

Kann Lösungsansätze für folgende Problemstellungen der Lehre bieten:

  • Passivität der Studierenden
  • Geringer Transfer in die Praxis

Eignet sich für folgende Virtualisierungsgrade:

  • Integration

Nutzt folgende Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses:

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)
Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Synchronizität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Selbststeuerung: 4 (trifft eher zu)

Mit Hilfe von Digitalisierungskursen und der Integration digitaler Angebote in den Lehrkontext bereitet das Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle die Medizinstudierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg auf ihren zunehmend digitalisierten Berufsalltag vor.

In diesem Zusammenhang ist das Szenario der „Patientenvisite der Zukunft in Augmented Reality“ entstanden. Die Medizinistudierenden durchleben dabei den klassischen Prozess einer Patientenvisite, wobei sie von einer „smarten Brille“ unterstützt werden. An verschiedenen Stationen scannt die Augmented-Reality-Brille eigenst gestaltete Marker und stellt ergänzende Informationen zur Verfügung. Während die Inhalte direkt verfügbar sind bleiben die Hände für die Untersuchungen und Kommunikation mit den Patient*innen frei. 

Ein Ziel der Anwendung ist es die aktuellen, technischen Möglichkeiten aufzuzeigen. Darüber hinaus werden die Studierenden in den Digitalisierungskursen für die Auswirkungen und Herausforderungen beim Einsatz digitaler Technologien im Berufsalltag sensibilisiert: Was macht es mit mir, wenn ich in meinem Arbeitsalltag von digitalen Technologien begleitet werde? Was passiert mit sensiblen Daten, die bei dem Einsatz digitaler Technologien entstehen? Diese und weitere Themen werden im Lehrkontext diskutiert und kritisch hinterfragt.

Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses

Interaktivität: 5 (trifft vollkommen zu)

Die Anwendung ermöglicht den Ablauf einer Patientenvisite mit digital-assistiver Erweiterung durchzuspielen. Mit Hilfe einer Augmented Reality-Brille werden dafür Objekte, von Türschild bis medizinisches Gerät, gescannt. Daraufhin werden in der AR-Brille interaktive Inhalte dargestellt, welche durch das Szenario leiten.

Selbststeuerung: 4 (trifft eher zu)

Die Augmented Reality-Marker werden selbstständig gesucht und die entsprechenden Interaktionen zur Informationsbeschaffung aktiv ausgelöst.

Lösungsansätze für Problemstellungen der Lehre

Für die folgenden Problemstellungen kann das Praxisbeispiel Lösungsansätze bieten:

  • Passivität der Studierenden:
    Die AR-Anwendung visualisert das Thema digitaler-assistiver Technologien an einem konkreten Beispiel. Durch eigenes Ausprobieren erarbeiten sich die Studierenden nicht nur technologische Kenntnisse, sondern können auch Verbindungen zum eigenen Studium und angehenden Berufsalltag herstellen.
  • Geringer Transfer in die Praxis:
    Das Praxisbeispiel gibt einen Einblick in den beruflichen Alltag von morgen. Studierende können sich durch den Kurs nicht nur einen Eindruck von digital-assistiven Technologien verschaffen, sondern werden auch für die ethischen und rechtlichen Konsequenzen sensibilisiert und dazu aufgefordert diese zu reflektieren.

Virtualisierungsgrad

Der Virtualisierungsgrad beschreibt das Verhältnis von analogen und digitalen Elementen in einem Lehr-/Lernszenario. Das Praxisbeispiel unterstützt die folgenden Virtualisierungsgrade:

  • Integration

Ressourcen

Weitere Informationen zum Praxisbeispiel

Kontakt

Sie möchten mehr über das Praxisbeispiel erfahren? Hier können Sie Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufnehmen:

Christina Klus 
Medizinische Fakultät / Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Magdeburger Straße 12
06112 Halle (Saale)

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