Die Digitale Tapas Bar

Die Digitale Tapas Bar bietet interessierten Hochschullehrenden digitale Tools für eine heterogenitätssensible Online-Lehre in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen sowie Web-Seminare zur Vertiefung.

Eckdaten

Kann Lösungsansätze für folgende Problemstellungen der Lehre bieten:

  • Heterogenes Vorwissen
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen
  • Geringer Transfer in die Praxis

Eignet sich für folgende Virtualisierungsgrade:

  • Virtualisierung

Nutzt folgende Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses:

Interaktivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Adaptivität: 1 (trifft überhaupt nicht zu)
Synchronizität: 5 (trifft vollkommen zu)
Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Unter dem Dach des Kooperationsprojekts „Curricula der Zukunft – Digitale Lehre für eine heterogenitätssensible Lehrer/innenbildung in Thüringen“ der lehrer/innenbildenden Universitäten Erfurt und Jena, öffnete die Digitale Tapas Bar zu Beginn des SoSe 2020 ihre Türen und ist seitdem permanent online erreichbar.

Auf der Moodle-basierten Lernplattform „Glocal Campus“ stellt das hochschulübergreifende Projekt in einem frei zugänglichen Kursraum u.a. digitale Tools für die Gestaltung von Online-Lehr-Lernszenarien in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen vor – ganz so, wie man es aus einer Tapas Bar kennt. Wie im Restaurant können sich manche Häppchen als Leibgericht entpuppen, während man andere individuell nachwürzen muss oder eventuell ganz von seiner Liste streicht. In der Menükarte finden sich Tool-Vorschläge für das an beiden Hochschulen genutzte Lernmanagementsystem Moodle sowie Tipps für externe Werkzeuge, die sich auch für den Einsatz im Schulunterricht eignen. Dadurch ergibt sich ein pädagogischer Doppeldecker: Wenn (Hochschul-)Lehrende in der Lehrer/innenbildung diese Tools einsetzen, lernen Studierende Tools zum digitalen Unterrichten aus der Nutzerperspektive kennen und können deren Einsatz als zukünftige Lehrperson besser einschätzen und didaktisch planen.

Das in erster Linie für Hochschullehrende in der Lehrer/innenbildung konzipierte Projekt bringt seine Expertise seit Beginn des Schuljahres 2020/2021 auch in Fortbildungen für Lehrer/innen an Thüringer Schulen und darüber hinaus ein.

Zur Vertiefung der digitalen Tapas werden regelmäßig Web-Seminare für Hochschullehrende zu den Themen „Heterogenität online diagnostizieren“, „Feedbackkultur online etablieren“ und „Gruppenprozesse online strukturieren“ angeboten. In den Web-Seminaren erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die vorgestellten Tools gemeinsam live auszuprobieren und mit Kolleginnen und Kollegen in den Erfahrungsaustausch zu treten. Erklärvideos ergänzen die Digitalen Tapas.

Medieneigenschaften zur Unterstützung des Lernprozesses

Interaktivität entsteht für die Teilnehmer/innen ausschließlich in den Web-Seminaren durch das gemeinsame Ausprobieren der vorgestellten Tools.

Synchronizität: 5 (trifft vollkommen zu)

Es werden regelmäßig Web-Seminare für interessierte Hochschullehrende angeboten. In den Web-Seminaren haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, live Tools auszuprobieren und moderiert in den Erfahrungsaustausch (per Videokonferenz) zu treten.

Selbststeuerung: 5 (trifft vollkommen zu)

Interessierte Hochschullehrende können sich im frei zugänglichen Moodlekurs „Digitale Tapas Bar“ selbstständig Inhalte in Form von Erklärvideos anschauen. Tool-Vorschläge ermöglichen das eigenständige Recherchieren und Ausprobieren der Tools auf externen Webseiten.

Lösungsansätze für Problemstellungen der Lehre

Für die folgenden Problemstellungen kann das Praxisbeispiel Lösungsansätze bieten:

  • Heterogenes Vorwissen:
    Das Lernangebot hilft Hochschullehrenden dabei, die Verschiedenheit der Lernenden zu erkennen und für die eigene Lehre nutzbar zu machen. Unterstützt werden die Lehrenden dabei durch Erklärfilme zur heterogenitätssensiblen Lehre sowie durch Tool-Vorschläge zur Identifikation von Heterogenität im Online-Setting. Somit trägt das Lernangebot „Digitale Tapas Bar“ dazu bei, eine heterogenitätssensible Lehrkompetenz zu entwickeln - analog wie digital.
  • Begrenzte Möglichkeiten zum individualisierten Lernen:
    Die teilnehmenden Hochschullehrenden können sich mithilfe von Anregungen und Tool-Vorschlägen individuell weiterbilden, z.B. wie sie gezielt mit Hilfe von freien oder moodlebasierten Tools die Heterogenität ihrer Studierenden in der Lehre berücksichtigen können, etwa durch Anpassung der Lerninhalte an das Vorwissen der Studierenden, durch Berücksichtigen der Motivation der Studierenden oder durch eine stärkere Einbindung der Studierenden in Rückmeldeprozesse unter Nutzung verschiedener Tools. Auch erhalten die teilnehmenden Hochschullehrenden gezielte Anregungen für die Nutzung von kollaborativen Tools, z.B. für selbstorganisierte Gruppenarbeiten, die sie als Lehrperson begleiten und anleiten.
  • Geringer Transfer in die Praxis:
    Die Digitale Tapas Bar animiert zum Ausprobieren der vorgestellten Tools. In den Web-Seminaren erhalten die teilnehmenden Hochschullehrenden die Möglichkeit, vorgestellte Tools live gemeinsam auszuprobieren. So erhalten sie Anregungen für den Praxiseinsatz in der eigenen Lehre.

Virtualisierungsgrad

Der Virtualisierungsgrad beschreibt das Verhältnis von analogen und digitalen Elementen in einem Lehr-/Lernszenario. Das Praxisbeispiel unterstützt die folgenden Virtualisierungsgrade:

  • Virtualisierung

Ressourcen

Soft- und Hardware

  • Moodle-basierte Lernplattform „Glocal Campus“

Weitere Informationen zum Praxisbeispiel

Kontakt

Sie möchten mehr über das Praxisbeispiel erfahren? Hier können Sie Kontakt zu den Autorinnen und Autoren aufnehmen:

Stefanie Schettler-Schlag
Universität Erfurt/ Erfurt School of Education
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
E-Mail: stefanie.schettler-schlag@uni-erfurt.de
Homepage: https://www.uni-erfurt.de/erfurt-school-of-education/forschung-entwicklung/projekte/digitale-lehre-fuer-eine-heterogenitaetssensible-lehrerinnenbildung 

Dr. Benjamin Dreer
Universität Erfurt/ Erfurt School of Education
Nordhäuser Straße 63
99089 Erfurt
E-Mail: benjamin.dreer@uni-erfurt.de
Homepage: https://www.uni-erfurt.de/erfurt-school-of-education/ese/das-team/wissenschaftliche-geschaeftsfuehrung

Stefanie Wolf
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 11
07743 Jena
E-Mail: stephanie.wolf@uni-jena.de
Homepage: https://www.edupsy.uni-jena.de/ste

Prof. Dr. Bärbel Kracke
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Am Planetarium 4
07743 Jena
E-Mail: baerbel.kracke@uni-jena.de
Homepage: https://www.edupsy.uni-jena.de/baerbelkracke

Weitere Kommentare und Hinweise

Das Angebot richtet sich primär an Hochschullehrende der Lehrer/innenbildung an den Thüringer Hochschulen sowie an interessierte Lehrer/innen der Thüringer Schulen.